Fragen an Peter Lenk:
Peter Lenk redet zwar nicht gerne über Kunst, auch will er nicht fotografiert werden, aber mir ist es gelungen, wenigstens ein paar Infos aus ihm raus zu kitzeln. Hier kannst du sie lesen:
Mehli:
Hallo Herr Lenk, als Sie von Herrn Bartels, dem Ravensburger Juwelier, gefragt wurden, ob Sie in seinem Auftrag eine Skulptur machen würden, haben Sie da gleich "Ja" gesagt?
Antwort Peter Lenk:
Nein.
Mehli:
Wussten Sie schon vor Ihrem Auftrag, dass an dem Platz vor dem ehemaligen "Gasthof Krone" jedes Jahr der Kindermarkt war?
Antwort Peter Lenk:
Nein.
Mehli:
Als Sie dann Bücher über diesen Kindermarkt gelesen haben, wurden Sie da eher traurig oder zornig?
Antwort Peter Lenk:
Eher bestätigt. Die Ausbreitung ist weiterhin in vollem Gange. Nur verlagert.
Mehli:
Ich glaube, Sie machen gerne Kunst zu irgendwelchen Geschichten oder Begebenheiten, stimmt das?
Antwort Peter Lenk:
So ist es.
Mehli:
In ihren Skulpturen kommen die Menschen selten gut weg. Finden Sie denn die meisten Menschen blöd und wollen Sie die Leute mit Ihrer Kunst nur ein wenig ärgern?
Antwort Peter Lenk:
Unfug. Die Menschen sind wie sie sind und ich arbeite nicht, um irgendwen zu ärgern.
Mehli:
Die Figuren sehen so glatt aus, das kann kein Stein sein! Wie entsteht bei Ihnen so eine Skulptur? Welches Material verwenden Sie?
Antwort Peter Lenk:
Das Modell in Ton, dann abgießen in Kunststein (Zement).
Mehli:
Sind Sie sich sicher, dass die Pfarrer-Knecht-Kind-Skulptur da oben am Hauseck unter der goldenen Krone hält? Sie wiegt doch sicher einiges. Dass sie 4,50 Meter hoch ist, habe ich schon irgendwo gelesen.
Antwort Peter Lenk:
Solange das Haus hält, bin ich mir sicher.
Mehli:
Sie haben mal gesagt, dass sie als Bildhauer nur etwas machen wollen, von dem sie denken: das gibt es so noch nicht. Warum? Ist Ihnen die Kunst sonst zu langweilig?
Antwort Peter Lenk:
Ja.
Mehli:
Haben Sie schon als Kind anders sein wollen als die anderen? Das war dann in der Schule sicher nicht ganz leicht?
Antwort Peter Lenk:
Als Kind hatte ich noch nicht dieses Interesse. In der Klosterschule hieß es eher: ducken und überleben.
Mehli:
Danke, dass Sie meine Neugierde gestillt haben. Ich weiß jetzt mehr über Sie und über den Kindermarkt in Ravensburg, und das werde ich bestimmt nie vergessen.